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Marienkäfer

Krankheiten und Schädlinge zählen zu den bedeutendsten Faktoren beim Anbau von Nutzpflanzen. Nur wer die Biologie dieser Organismen kennt, kann sie erfolgreich kontrollieren und Nutz- und Zierpflanzen erfolgreich anbauen.


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Krankheiten und Schädlinge an Gemüse

Kastanienminiermotte
Kastanienminiermotte (Cameraria ohridella)
 
Schadorganismus
Wirtspflanzen
Kleinschmetterling aus der Familie der Miniermotten;
Urspung dieser Art ist vermutlich Mazedonien oder Griechenland.
Seit den 90er Jahren hat sich dieser Schädling von Osteuroopa über Österreich immer weiter nach Westen ausgebreitet.
Befallen werden nur weissblühene Rosskastanien.
 
Schadbild
Symptome
Durch den Minierfraß der Raupen in den Kastanienblättern entstehen Hohlräume unter der Blattoberfläche. Bei starkem Befall fließen die Miniergänge zusammen und die Blätter verbräunen. Selbst ein starker Befall hat bislang nicht zum Absterben der Bäume geführt

Der Falter ist nur ca. 3 mm groß und hellbraun mit weißen Querbändern auf den Flügeln. Die Larven werden ca. 4 mm lang und sind im letzen Larvenstadium deutlich segmentiert.
 
Biologie Der Flug der 1. Faltergeneration beginnt während der Kastanienblüte. Die Weibchen legen ca. 30 Eier auf die Blattoberseite der Kastanienblätter. Aus den Eiern schlüpfen nach 2 bis 3 Wochen Junglarven, die sich in die Blätter einbohren. Eine zweite Faltergeneration fliegt im Juli/August und eine dritte Generation im September.
 
Gegenmaßnahmen > Rot blühende Kastanien werden nicht geschädigt; die jungen Larven sterben dort aber nach kurzer Zeit ab

> Das Entfernen des Falllaubes ist im Hausgarten momentan die einzige Gegenmaßnahme; mehr als eine geringfügige Befallsreduktion ist dadurch jedoch nicht möglich. Das Laub kann z.B. kompostiert werden. Larven gehen beim Kompostiern zu Grunde; nicht jedoch die Puppen. Die Puppen werden nur in gewerblichen Kompostieranlagen bei hohen Temperaturen abgetötet.
 
 
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