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Marienkäfer

Krankheiten und Schädlinge zählen zu den bedeutendsten Faktoren beim Anbau von Nutzpflanzen. Nur wer die Biologie dieser Organismen kennt, kann sie erfolgreich kontrollieren und Nutz- und Zierpflanzen erfolgreich anbauen.


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Krankheiten und Schädlinge an Gemüse

Buchsbaumzünsler
Buchsbaumzünsler (Diaphania perspectalis)
 
Schadorganismus
Wirtspflanzen
Ursprung dieses Kleinschmetterlings aus der Familie der Zünsler ist Ostasien (Japan, China, Korea). 2007 wurde der Schädling mit befallenen Buchspflanzen nach Baden-Württemberg eingeschleppt.
 
Schadbild
Symptome
Anfangs verursachen die noch jungen Raupen im Frühjahr einen Schabefraß, der leicht zu übersehen ist. Die ausgewachsene Raupe vernichtet die ganzen Blätter und frisst auch die grüne Rinde um die Zweige herum. Derart geschädigte Pflanzen sterben unter Umständen ab.

Raupe:

Die Raupe ist hell- bis dunkelgrün gefärbt und hat seitlich deutliche schwarze Streifen und schwarze Punkte. Ausgewachsen ist sie bis zu 5 cm lang und kaum zu verwechseln.

Bei der Kontrolle der Buchsbäume sollte v.a. auf Gespinnste und auf dunkelgrüne Kotkrümel geachtet werden. Die Raupe frisst häufig von innen heraus an den Buschsbäumen. Durch die dichte Verzweigung der Buchsbäume, ist v.a. die kleine Raupe schwer zu finden.
 
Biologie Der Buchsbaumzünsler überwintert als Jungraupe in einem Gespinnst zwischen den Blättern oder in Ritzen in der Nähe der Pflanze. Mit Erwärmung im Frühjahr beginnt die Raupe ab April mit dem Fraß an den Buchsblättern. Bis Juni durchläuft sie 6 Larvenstadien und ist am Ende ihrer Entwicklung ca. 5 cm lang. Nach der Verpuppung und Schlupf des Falters im Juli tritt im Sommer die zweite Raupengeneration auf. Von diesen Raupen geht der Hauptschaden aus. Während des Sommers kann es ohne Gegenmaßnahmen zu Kahlfraß an den Buchsbäumen kommen.
 
Gegenmaßnahmen > Buchsbäume regelmäßig auf Gespinnste und Kotkrümel kontrolliern
> größere Raupen absammeln und vernichten
> nach dem Absammeln evtl. eine Spritzung mit einem zulässigen Insektizid durchführen

Wissenswertes zum Insektizideinsatz

> wichtig ist eine gute Benetzung der Pflanze, auch im Kroneninneren
> bei nassem, kalten Wetter nicht spritzen, eine gute Wirkung ist nur bei schönem Wetter (Temperaturen über 18 Grad C) gegeben
> Jungraupen sind relativ gut bekämpfbar
> die Wirkung von Insektiziden auf alte (große) Raupen ist meist nicht ausreichend
> Falter, Eier und Puppen werden ebenfalls nicht durch die Spritzung erfasst
> Im Sommer ist evtl. eine zweite Folgespritzung notwendig
 
Weitere Bilder Schadorganismus
  BBZ-Puppe: eingesponnen zwischen mehreren Buchs-Blättern entwickelt sich die Raupe zum Schmetterling weiter
  Schadorganismus
  BBZ_Falter: der ca 3 cm große Falter gilt als guter Flieger; so breitet sich der Befall innerhalb eines Umkreises von ca. 3 - 5 km schnell aus
 
 
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