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Marienkäfer

Krankheiten und Schädlinge zählen zu den bedeutendsten Faktoren beim Anbau von Nutzpflanzen. Nur wer die Biologie dieser Organismen kennt, kann sie erfolgreich kontrollieren und Obstgehölze erfolgreich anbauen.


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Krankheiten und Schädlinge an Beerenobst

Johannisbeergallmilbe
Johannisbeergallmilbe
 
Schadorganismus
Wirtspflanzen
Der Schädling aus der Familie der Gallmilben zählt zu den bedeutendsten Schädlingen der Schwarzen Johannisbeere. Rote Sorten und Stachelbeeren werden nur selten befallen. Durch die Züchtung weniger anfälliger Johannisbeersorten, hat die Gallmilbe heute an Bedeutung verloren.
 
Schadbild
Symptome
Im Winter findet man an Johannisbeeren dick angeschwollene, runde Knospen. Das Anschwellen wird durch die Saugtätigkeit der Milben bewirkt. Die Rundknospen treiben im Frühjahr meist nicht aus. Sie vertrocknen und fallen im Lauf des Sommers ab. In einer stark befallenen Knospe leben viele Tausend kleiner Milben. Die Tiere sind nur 0,2 mm groß und mit bloßem Auge nicht zu erkennen. In anfälligen Sorten nimmt der Befall von Jahr zu Jahr zu; die Folge ist eine Degeneration, die zum Absterben der Sträucher führen kann.
 
Biologie Die Milben überwintern in den angeschwollenen Rundknospen. Mit dem Austrieb verlassen die Milben im April ihre Verstecke und besiedeln die Knospen neuer Triebe. Pro Jahr werden ca. 4 – 6 Generationen gebildet.
 
Gegenmaßnahmen Unempfindliche Sorten sind: Titania, Ometa, Ben Tirran, Ben Alder.
Rundknospen müssen im Winter von Hand entfernt werden, bevor die Milben auswandern.

Stark befallene Sträucher sollten stark zurückgeschnitten werden
Im Hausgarten sind rapsölhaltige Pflanzenschutzmittel gegen Gallmilben zugelassen. Im Erwerbsobstbau sind ferner Schwefelprodukte gegen Gallmilben erlaubt. Sowohl Öle als auch Schwefel können in anfälligen Sorten und bei ungünstiger Witterung Blattschäden verursachen.
 
Weitere Bilder Johannisbeergallmilbe
  Johannisbeergallmilben unter dem Mikroskop
 
 
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